{"id":119,"date":"2017-02-24T15:22:47","date_gmt":"2017-02-24T14:22:47","guid":{"rendered":"http:\/\/waldorf-ansbach.de\/wordpress\/?page_id=119"},"modified":"2024-07-29T22:42:02","modified_gmt":"2024-07-29T20:42:02","slug":"sonnengruppe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/waldorf-ansbach.de\/?page_id=119","title":{"rendered":"Sternengruppe"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Kind im Alter von 3 bis 6 Jahren entfaltet seine Phantasie und sein eigenes Spiel, erkennt Zusammenh\u00e4nge und setzt diese in Handlungs- und Situationsspielen um. Es findet seine eigene Gestaltungsf\u00e4higkeit und liebt es, zusammen mit anderen Kindern zu spielen. Das Kind ist der Sch\u00f6pfer seiner Welt und will in den Lebenszusammenh\u00e4ngen mitgestalten, in seiner eigenen Art und Weise.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Der Handlungsraum des Kindes erweitert sich. Es will den Erwachsenen nachahmen und gleichzeitig seinen eigenen Gestaltungsimpulsen folgen und neu gestalten. Vorschulkinder hinterfragen oft die Handlungen der Erwachsenen, die bestehenden\u00a0Regeln oder auch Glaubensfragen. Sie suchen die Orientierung am Erwachsenen,\u00a0m\u00f6chten die Dinge aber besprechen und neu aushandeln. Sie nehmen die Qualit\u00e4t der erwachsenen Reaktion darauf intensiv wahr und erleben so respektvollen Umgang und demokratische Gesinnung.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Wir schaffen Raum daf\u00fcr, dass dies geschehen kann. Ob es der Morgenkreis, die gemeinsame Mahlzeit oder das Gespr\u00e4ch w\u00e4hrend des Freispieles ist \u2013 es gibt viele M\u00f6glichkeiten. Wenn die Erzieher sich in einer sinnvollen, ruhigen T\u00e4tigkeit befinden, geht es nicht allein um diese f\u00fcr die Kinder durchschaubare und begreifbare\u00a0Handlung, sondern auch um Raum f\u00fcr Kommunikation. <\/p>\n\n\n\n<p>Raum f\u00fcr Kommunikation im allt\u00e4glichen Leben, ein anerkennender Umgang mit Anregungen und Kritik, die Selbstreflexion (Umgang mit Macht), und M\u00f6glichkeiten, dem Kind mit einem Anliegen Raum zu geben und gemeinsam auch mit den anderen Kindern zu Entscheidungen zu kommen \u2013 zum Beispiel im Morgenkreis \u2013 sind Aspekte der Partizipation, wie sie in unserem Kindergarten selbstverst\u00e4ndlich gelebt wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Partizipation hei\u00dft bei uns auch, zu ber\u00fccksichtigen, dass viele Kinder im Vorschulalter auf eine sinnlich nicht pr\u00e4sente Situation (z.B. \u201eWas hast du gestern gemacht?\u201c) nicht antworten k\u00f6nnen, da das Ged\u00e4chtnis des Kindergartenkindes noch an ein pr\u00e4sentes, sinnliches, lokal gebundenes Erlebnis gebunden ist. Dies betrifft auch auf die Zukunft gerichtete Entscheidungen, deren Konsequenzen noch nicht \u00fcberschaut werden k\u00f6nnen. Das Kind kann nur so weit entscheiden, wie der bewusst handelnde Erwachsene die Konsequenzen mittragen kann. Dies bedeutet, dass wir\u00a0Erwachsenen \u2013 P\u00e4dagogen und Eltern \u2013 sehr bewusst mit unserem Handeln und Denken umgehen m\u00fcssen, ebenso mit unserem Bild vom Kind und unserem\u00a0\u201eAnspruch\u201c an Macht.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sternengruppe hat ihren Platz im Obergeschoss unseres Hauses. Die Vorschulkinder bekommen im Kindergartenalltag besondere Vorschularbeiten, wie Weben, Harfe Spielen oder das Bauen einer Marionette. Zudem erleben sie im Fr\u00fchjahr einige Waldtage mit ihrem Erzieher.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kind im Alter von 3 bis 6 Jahren entfaltet seine Phantasie und sein eigenes Spiel, erkennt Zusammenh\u00e4nge und setzt diese in Handlungs- und Situationsspielen um. 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